BERNHARD von Weimar , Herzog von Sachsen-Weimar, einer der bedeutendsten Feldherren seiner Zeit, * 16.8. 1604 in Weimar als Sohn des Herzogs Johann von Sachsen-Weimar (1570-1605), 18.7. 1639 in Neuenburg am Rhein. - Seine kriegerische Laufbahn begann B. nach Ausbruch des Böhmischen Krieges unter Ernst von Mansfeld. Er focht 1622 bei Wiesloch, dann bei Wimpfen unter Markgraf Georg Friedrich von Baden-Durlach und 1623 unter Christian von Braunschweig bei Stadtlohn. 1625 trat B. als Oberst in das Heer des Königs Christian IV. von Dänemark. Als 1630 Gustav Adolf in den Dreißigjährigen Krieg eingriff, stellte er sich entschieden auf die Seite des Königs von Schweden und kämpfte unter ihm seit Herbst 1631 als Oberst, seit April 1632 als General. Nach dem Tod Gustav Adolfs in der Schlacht bei Lützen am 16.11. 1632 übernahm B. den Oberbefehl und errang den Sieg. Der schwedische Kanzler Oxenstierna übertrug ihm Anfang 1633 den Oberbefehl in Franken und Sommer 1633 das Herzogtum Franken als schwedisches Lehen. Die Eroberung von Regensburg am 14.11. 1633 war eine der glänzendsten Waffentaten B.s. Er konnte aber die Wiedereinnahme Regensburgs am 26.7. 1634 nicht hindern. Das schwedische Heer erlitt unter ihm und dem in Süddeutschland kommandierenden General Gustav Horn am 5. und 6.9. 1634 bei Nördlingen eine entscheidende Niederlage: Süddeutschland und das Herzogtum Franken gingen an die Kaiserlichen verloren. B. suchte Anschluß an Frankreich und kämpfte seit 1635 in Lothringen, Burgund und am Oberrhein. Bei Rheinfelden besiegte er am 3.3. 1638 ein katholisches Heer und nahm u. a. den General Johann von Werth gefangen. Am 17.11. 1638 zwang er die Festung Breisach zur Übergabe.